Es grünt und sprießt.

Nun haben wir unseren Acker schon zwei Wochen, und bislang war doch ziemlich viel zu tun. Da sich auf dem Platz früher eine Wiese befand, gab es trotz ordentlich umgepflügtem Boden noch einiges an Graswurzeln zu ziehen, die recht hartnäckig immer wieder die Köpfe durch die Erde recken.
Zudem hat der Hagel in der ersten Maihälfte die Salatpflanzen geschreddert, so dass wir erst mal ein wenig nachpflanzen mussten.

Für alle zusammen gibt es nun eine kleine Holzhütte mit gemeinschaftlichem Gartengerät und Gießkannen, außerdem einen Wasserkanister (wurde bisher noch nicht so oft benötigt…) und eine großer Picknicktisch mit Bänken zum Pausieren.

Wir mussten uns dann doch erst mal ein paar Sachen anlesen, wofür ich dieses Buch wärmstens empfehlen kann. Es sind viele gute Basis-Infos für Anfänger drin, außerdem ist es mit schönen, alten Zeichnungen (welche ich für Naturbücher ohnehin viel geeigneter finde als Fotos, da exemplarischer) sehr toll bebildert. Das Gemüse ist in unterschiedlichsten Wachstumsphasen abgebildet, so dass auch ahnungslose Städter wie wir früh wissen, was genau da eigentlich gerade wächst.
Außerdem lernt man, welche Gemüsesorten man am besten nebeneinander pflanzt, damit sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen. Das Feld ist zwar bereits vorbepflanzt, aber im Laufe des Sommers werden wir ja einiges nachsäen/-setzen.

Die Gemeinschaft auf dem Acker ist auch sehr nett, es sind viele Familien dabei, aber auch einige jüngere Pärchen und ein paar sehr sympathisch wirkende ältere Käuze. Tauschangebote für jeweils beliebtes oder eben auch weniger begehrtes Gemüse wurden schon ausgehandelt.

Wir hoffen nun, dass sich das Arbeitspensum bald auf die angegebenen 1-3 Stunden pro Woche einpendelt und freuen uns auf die Radieschen, denn die sind bald als erstes erntereif.

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