Im Dezember…

Die habe ich als Kind sehr geliebt und dieses Jahr Weihnachten zum ersten Mal seit bestimmt zwanzig Jahren wieder gehört.

Noch was aus der Kategorie „dafür ist man nie zu alt“.

Unser Wintergarten.

Heiße Gemüsesuppe. Bei dem Wetter gern mehrmals die Woche.

Was ich mir in diesem Monat erteilt habe: Ein sofortiges Süßigkeitenkaufverbot. Die hier sollten bis zum Frühjahr reichen…

Das hier und…

…das hier hat dieses Jahr für besonders schöne Weihnachtspäckchen gesorgt. Das Washitape habe ich mir lange verkniffen, da es für hübscheres Tesafilm mit rund drei Euro pro Rolle doch nicht ganz günstig ist. Für das Garn habe ich einen tollen Tipp von Frau Frische Brise bekommen: Statt dafür Unmengen auf Dawanda auszugeben, habe ich zwei riesige Rollen Wurstgarn (so heißt das chice Zeug nämlich) im Metzgereifachhandel gekauft. Für’n Appel und ’n Ei (4,20 Euro das Stück).

Willkommensgeschenke ausgesucht. Drei Wunschbücher und ein sehr toller Wandkalender für 5 Euro.

Außergewöhnlich schön gestaltete Bücher bewundert. Kindle, geh‘ kac….

Jede Menge Päckchen gepackt.

Weihnachten Riesenspiel bei Oma gespielt. Da wird sie zur Rampensau, die Oma, wenn wir „Mensch ärgere dich nicht“ spielen. Das solltet ihr mal sehen.

Ein Weihnachtsgeschenk, das innen sehr schön ist und außen eher – ähm – nicht so meinem Geschmack entsprach (Taschenkalender mit putzigem Babykatzenmotiv vorne drauf) so modifiziert, dass es jetzt rundherum gefällt.

Von meinem Weihnachtsgeld habe ich mir mal so richtig was gegönnt. Nämlich Balsamico für 70€/Liter. 13 Jahre im Eichenfass gereift. Ich liebe Balsamico, und dieser hier schmeckt wie nichts, was ich je zuvor gegessen habe. Dick wie Sirup, süß wie Honig. Ich bekam davon einst eine Flasche geschenkt und bin nun fortan süchtig. Einmal im Jahr werde ich mir den nun also leisten.

Silvester zum ersten Mal in meinem Leben zu zweit gefeiert. Und es war SO sehr schön. Wir haben uns nur füreinander fein angezogen, der Freund hat Seezunge mit Orangenmarinade, dazu Reis mit Zitronen-Orangen-Sauce und Rosinen gekocht, danach haben wir „Dinner for One“ und „Mister Bean“ geschaut, gespielt, leckere Sachen getrunken und um zwölf ein bombastisches Feuerwerk aus dem Dachfenster beobachtet, wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. Wir können von unserem Dachboden aus geschätzte 40 Kilometer weit schauen, da unser Haus genau am Rande einer Art Hang steht, und danach nur noch viel flaches Land mit vielen Großstädten wie z.B. Düsseldorf kommt. Trotzdem ich schon zehn Jahre hier wohne, habe ich mir das noch nie angeschaut. Entweder waren wir unterwegs, oder wir haben unten in der Wohnung große Silvester-WG-Parties gefeiert und sind um zwölf immer auf die Straße gegangen. Zu guter Letzt waren wir dann doch noch bis vier Uhr morgens wach und haben den 1. Januar, wie es sich gehört, gemütlich gammelnd zu Hause verbracht.

Der perfekte Wintersamstag.

Am Samstag schien strahlend die Sonne, nachdem es den ganzen vergangenen Freitag über kräftig geschneit hatte.
Das haben wir für einen ausgedehnten Winterwaldspaziergang inklusive Weihnachtsmarktbesuch und anschließendem Pizzaessen genutzt.

Als wir dann irgendwann, lange nach Einbruch der Dunkelheit, wieder zu Hause waren, gab’s dort zur Lieblingsnostalgieserie im kuschligwarmen Mansardenzimmer heißen Apfelsaft mit von der letzten Mitbewohnerin zurückgelassener Leckerei, während draußen wieder der Schnee rieselte.

So sah mein perfekter Samstag aus.
Und damit ihr auch was davon habt, hier ein paar visuelle Eindrücke.

1 2 3 4 5 6 Zuhause, idyllisch.
7
Heißer Flammkuchen im Kalten.
8

Sommer, jetzt.

Der dicke Brummer da auf dem zweiten Bild ist ein waschechtes Nashornkäfermädel. Das ist eine der größten Käferarten Mitteleuropas, und man sieht sie wohl ziemlich selten (ich hab‘ zuvor noch nie einen entdeckt). Auf der Roten Liste stehen sie außerdem. Umso verwunderlicher, dass dieser hier morgens mitten am Hauptbahnhof am Gleis rumkraxelte, eigentlich sollte der doch lieber mal ordentlich für Käferchennachschub sorgen.
Ah, und ganz unten, das ist meine Lieblingsaussicht. Aus meinem Lieblingsfenster.
Ein bisschen wie im Dschungel, oder?