Babykleiderschrank und Kinderwagen: Done!

Ein ehemaliger Mitbewohner ließ uns damals bei seinem Auszug den alten Schrank seiner Oma da. Wir freuten uns sehr, denn ich finde das Möbel äußerst schön anzusehen, zudem war in unserem neu hinzugemieteten Schlafzimmer noch Platz für einen Wäscheschrank.
So putzten wir ihn und brachten ein Brett an, derweil ich noch Vorhänge für die Glastüren nähte.

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Nun brauchen wir ja bald ein bisschen mehr Raum für den kleinen Jungen, so waren wir also gestern im Baumarkt und kauften Winkel und weitere Bretter, die wir uns dort direkt zusägen ließen,  um in der oberen Schrankhälfte Platz für Babykleidung zu schaffen.
Das ging ruck zuck, und dann kam der freudige Teil der Arbeit:

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All die schönen Sachen, die sich noch in meinem alten Koffer mit Kinderkleidung fanden, sowie die ersten Klamöttchen, die eine der beiden Omas uns im großmütterlichen Vorfreudekaufrausch besorgte, fein säuberlich einsortieren. Außerdem gibt es ein Körbchen mit ersten Spielzeugen und eine großartige, selbstgemachte Decke, die mir eine sehr liebe Internet-Freundin geschenkt hat.

schrank ganz
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erste Bodys
Jetzt müssen wir uns eigentlich nur noch um die Wickelecke kümmern und dem alten, geerbten Babybettchen, in dem von meinem Opa bis zu mir schon ein Großteil meiner Familie schlief, zwei neue Beine verpassen, dann haben wir schon einen recht großen Teil der Vorbereitungen hinter uns gebracht.

Auch der von der Schwester des Freundes geliehene Kinderwagen steht seit dieser Woche bereits unten im Hausflur neben unserem Fahrrad-Fuhrpark.
Mit reparierter Bremse, fein säuberlich geputzt und gewaschen, blitzt und blinkt er wie neu.
Und ich muss jetzt täglich mal kurz runter, mit versonnenem Blick drüberstreicheln.

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Ach ja, und der Bauch, der ist auch wieder gewachsen:

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Es grünt und sprießt.

Nun haben wir unseren Acker schon zwei Wochen, und bislang war doch ziemlich viel zu tun. Da sich auf dem Platz früher eine Wiese befand, gab es trotz ordentlich umgepflügtem Boden noch einiges an Graswurzeln zu ziehen, die recht hartnäckig immer wieder die Köpfe durch die Erde recken.
Zudem hat der Hagel in der ersten Maihälfte die Salatpflanzen geschreddert, so dass wir erst mal ein wenig nachpflanzen mussten.

Für alle zusammen gibt es nun eine kleine Holzhütte mit gemeinschaftlichem Gartengerät und Gießkannen, außerdem einen Wasserkanister (wurde bisher noch nicht so oft benötigt…) und eine großer Picknicktisch mit Bänken zum Pausieren.

Wir mussten uns dann doch erst mal ein paar Sachen anlesen, wofür ich dieses Buch wärmstens empfehlen kann. Es sind viele gute Basis-Infos für Anfänger drin, außerdem ist es mit schönen, alten Zeichnungen (welche ich für Naturbücher ohnehin viel geeigneter finde als Fotos, da exemplarischer) sehr toll bebildert. Das Gemüse ist in unterschiedlichsten Wachstumsphasen abgebildet, so dass auch ahnungslose Städter wie wir früh wissen, was genau da eigentlich gerade wächst.
Außerdem lernt man, welche Gemüsesorten man am besten nebeneinander pflanzt, damit sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen. Das Feld ist zwar bereits vorbepflanzt, aber im Laufe des Sommers werden wir ja einiges nachsäen/-setzen.

Die Gemeinschaft auf dem Acker ist auch sehr nett, es sind viele Familien dabei, aber auch einige jüngere Pärchen und ein paar sehr sympathisch wirkende ältere Käuze. Tauschangebote für jeweils beliebtes oder eben auch weniger begehrtes Gemüse wurden schon ausgehandelt.

Wir hoffen nun, dass sich das Arbeitspensum bald auf die angegebenen 1-3 Stunden pro Woche einpendelt und freuen uns auf die Radieschen, denn die sind bald als erstes erntereif.

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Abendspaziergang.

Direkt bei uns ums Eck beginnt die 147 Hektar große, unter Naturschutz stehende Heide, welche noch in einige kleinere Waldgebiete übergeht. Dort gehen wir am Abend – besonders jetzt im Sommer – gerne noch eine Runde spazieren. Das ist immer schön, um ein wenig vom Tag runterzukommen, und wenn wir zurückkehren, sind wir beide immer sehr entspannt.

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2013-06-23 19.40.11Ein Ein bisschen Wald und Wiese für zu Hause.

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Usedom

Nun ist unser Ostsee-Urlaub schon zwei Jahre her, und ich habe euch bis heute noch nicht gezeigt, wie schön wir es da eigentlich hatten.
Wir waren zwei Wochen im (sehr nordischen) Spätsommer dort und haben auf einem tollen Naturcampingplatz gezeltet. Dieser befindet sich auf dem hintersten Zipfel einer Halbinsel, gut zwölf Kilometer vom nächsten kleineren Örtchen entfernt, das man nur über ein düsteres Waldstück und sich ewig ziehende, einsame Landstraßen erreicht.

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Da der Minimarkt auf dem Platz so spät im Jahr leider schon geschlossen hat, war unsere nächste Einkaufsmöglichkeit ein kleiner, etwa 15 Radminuten entfernter Bauernladen. Dort konnten wir aus Eigenherstellung Brot, Obst, Gemüse und Aufstriche kaufen, alles andere wurde mit prallgefüllten Fahrradtaschen im Örtchen besorgt.

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Vor Urlaubsbeginn hatten wir das zwanzig Jahre alte Zelt von J. zum Glück noch gegen ein großes 6 Personen-Tarp Tent ausgetauscht. So hatten wir praktisch eine kleine Wohnung dabei, in der wir nebst Schlaf- auch noch eine Klamotten-, Schuh- und Essensecke einrichten konnten, ohne dabei den Platz in der Mitte zu verlieren. Selbst das Anziehen im Stehen klappt in diesem riesigen Teil ganz wunderbar.
Da wir dort, so direkt am Achterwasser, den ein oder anderen Weltuntergang miterlebt haben, bei dem man das Zelt nicht hätte verlassen können, waren wir um den vielen Platz besonders froh.

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Ein besonderes Gimmick des Zeltplatzes ist seine Nähe zum Wasser, so stand unser Zelt keine 10 Meter davon entfernt.
Morgens konnte man so schon beim Frühstück die Seeluft schnuppern, während man am Abend direkt vom Zelt aus ein bombastisches Sonnenuntergangsfarbenspiel erleben konnte.

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An den Unwettertagen sah das dann so aus:

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In Zinnowitz:

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So sah es direkt hinter unserem Campingplatz aus, dort sind wir abends gern spazieren gegangen:
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Hier geht es zum kleinen Strand des Zeltplatzes:

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Zuletzt gab es soviel Sturm und Unwetter, dass alle bis auf uns mit ihren Behausungen weiter in den Wald hineinzogen. Seht ihr das kleine Graue da in der Bildmitte? Das sind wir. Erst in der letzten Nacht haben auch wir dann die Segel gestrichen, da es klang, als würden die Kiefern über uns jeden Moment das Zelt unter sich begraben. Soviel bedrohliches Knacken und Knarzen.

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Nach einem langen Radeltag habe ich dann tatsächlich einmal mit dem Vegetariertum gebrochen und ein ordentliches Wildsalamibrot gefuttert. Dazu eiskalte Himbeerlimonade. Und das alles in einem kleinen, sehr hutzeligen Privatgarten mit angrenzendem Café, in dem Katzen und Gänse wuselten und fröhliche, dicke Schweinchen sich nebenan im Schlamm suhlten.

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Das Kind, dass diese Zwiebel gemalt hat… Nun ja.

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Wir besuchten auch das Landwirtschaftsmuseum. Klingt vielleicht erstmal nicht so spannend, war aber ziemlich toll dort. Weil wir die letzten Gäste an diesem Tag waren, führte uns der Besitzer noch ganz persönlich herum, nahm uns mit auf die Geflügelwiese und deckte uns richtig ordentlich mit Gemüse ein. Als er hörte, dass wir aus dem Rheinland stammen, legte er auch noch einen Becher Grafschafter Zuckerrübensirup obendrauf, den er aus seiner privaten Vorratskammer holte. Unserer war  – als einer der liebsten Campingfrühstücksbestandteile – just an diesem Morgen ausgegangen, und wir waren im örtlichen Supermarkt leider nicht fündig geworden.
So fuhren wir mit Fahrradtaschen voller Kürbis, Pflaumen, Eier, Tomaten und weltbestem Frühstücksaufstrich nach Hause und haben uns sehr über soviel Gastfreundlichkeit gefreut.

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So sieht ein ordentlicher Kräutergarten aus:

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Nebelfeld auf der späten Heimfahrt.

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Richtig sonnige, heiße Tage hatten wir leider nur wenige, die wurden dann aber dafür in vollen Zügen genossen.

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Hier noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen (ja, auf denen sind wir tatsächlich gefahren:

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