Windeltäschchen

Da ich keine Lust auf eine große Windeltasche habe und wir ohnehin beide meist eine größere Tasche oder einen Rucksack dabei haben, habe ich ein kleines Täschchen für Ersatzwindel, Feuchttücher und Creme genäht. So hat man für unterwegs immer alles schnell griffbereit.
Sie ist ein bisschen schlichter geworden als die meisten Vorlagen, die ich mir so im Netz angeschaut habe, da mir allzu bunte Sachen für das Baby meistens eher nicht so gut gefallen. Aber ich finde, Leinen geht sowieso immer.
Geschlossen wird sie mittels Lederband und Holzknopf.
Eigentlich sollte noch eine Öffnung für die Feuchttücher rein, das sah mir dann aber nicht schön genug aus. So geht es ja auch.

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Abendspaziergang.

Direkt bei uns ums Eck beginnt die 147 Hektar große, unter Naturschutz stehende Heide, welche noch in einige kleinere Waldgebiete übergeht. Dort gehen wir am Abend – besonders jetzt im Sommer – gerne noch eine Runde spazieren. Das ist immer schön, um ein wenig vom Tag runterzukommen, und wenn wir zurückkehren, sind wir beide immer sehr entspannt.

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2013-06-23 19.40.11Ein Ein bisschen Wald und Wiese für zu Hause.

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Usedom

Nun ist unser Ostsee-Urlaub schon zwei Jahre her, und ich habe euch bis heute noch nicht gezeigt, wie schön wir es da eigentlich hatten.
Wir waren zwei Wochen im (sehr nordischen) Spätsommer dort und haben auf einem tollen Naturcampingplatz gezeltet. Dieser befindet sich auf dem hintersten Zipfel einer Halbinsel, gut zwölf Kilometer vom nächsten kleineren Örtchen entfernt, das man nur über ein düsteres Waldstück und sich ewig ziehende, einsame Landstraßen erreicht.

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Da der Minimarkt auf dem Platz so spät im Jahr leider schon geschlossen hat, war unsere nächste Einkaufsmöglichkeit ein kleiner, etwa 15 Radminuten entfernter Bauernladen. Dort konnten wir aus Eigenherstellung Brot, Obst, Gemüse und Aufstriche kaufen, alles andere wurde mit prallgefüllten Fahrradtaschen im Örtchen besorgt.

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Vor Urlaubsbeginn hatten wir das zwanzig Jahre alte Zelt von J. zum Glück noch gegen ein großes 6 Personen-Tarp Tent ausgetauscht. So hatten wir praktisch eine kleine Wohnung dabei, in der wir nebst Schlaf- auch noch eine Klamotten-, Schuh- und Essensecke einrichten konnten, ohne dabei den Platz in der Mitte zu verlieren. Selbst das Anziehen im Stehen klappt in diesem riesigen Teil ganz wunderbar.
Da wir dort, so direkt am Achterwasser, den ein oder anderen Weltuntergang miterlebt haben, bei dem man das Zelt nicht hätte verlassen können, waren wir um den vielen Platz besonders froh.

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Ein besonderes Gimmick des Zeltplatzes ist seine Nähe zum Wasser, so stand unser Zelt keine 10 Meter davon entfernt.
Morgens konnte man so schon beim Frühstück die Seeluft schnuppern, während man am Abend direkt vom Zelt aus ein bombastisches Sonnenuntergangsfarbenspiel erleben konnte.

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An den Unwettertagen sah das dann so aus:

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In Zinnowitz:

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So sah es direkt hinter unserem Campingplatz aus, dort sind wir abends gern spazieren gegangen:
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Hier geht es zum kleinen Strand des Zeltplatzes:

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Zuletzt gab es soviel Sturm und Unwetter, dass alle bis auf uns mit ihren Behausungen weiter in den Wald hineinzogen. Seht ihr das kleine Graue da in der Bildmitte? Das sind wir. Erst in der letzten Nacht haben auch wir dann die Segel gestrichen, da es klang, als würden die Kiefern über uns jeden Moment das Zelt unter sich begraben. Soviel bedrohliches Knacken und Knarzen.

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Nach einem langen Radeltag habe ich dann tatsächlich einmal mit dem Vegetariertum gebrochen und ein ordentliches Wildsalamibrot gefuttert. Dazu eiskalte Himbeerlimonade. Und das alles in einem kleinen, sehr hutzeligen Privatgarten mit angrenzendem Café, in dem Katzen und Gänse wuselten und fröhliche, dicke Schweinchen sich nebenan im Schlamm suhlten.

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Das Kind, dass diese Zwiebel gemalt hat… Nun ja.

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Wir besuchten auch das Landwirtschaftsmuseum. Klingt vielleicht erstmal nicht so spannend, war aber ziemlich toll dort. Weil wir die letzten Gäste an diesem Tag waren, führte uns der Besitzer noch ganz persönlich herum, nahm uns mit auf die Geflügelwiese und deckte uns richtig ordentlich mit Gemüse ein. Als er hörte, dass wir aus dem Rheinland stammen, legte er auch noch einen Becher Grafschafter Zuckerrübensirup obendrauf, den er aus seiner privaten Vorratskammer holte. Unserer war  – als einer der liebsten Campingfrühstücksbestandteile – just an diesem Morgen ausgegangen, und wir waren im örtlichen Supermarkt leider nicht fündig geworden.
So fuhren wir mit Fahrradtaschen voller Kürbis, Pflaumen, Eier, Tomaten und weltbestem Frühstücksaufstrich nach Hause und haben uns sehr über soviel Gastfreundlichkeit gefreut.

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So sieht ein ordentlicher Kräutergarten aus:

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Nebelfeld auf der späten Heimfahrt.

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Richtig sonnige, heiße Tage hatten wir leider nur wenige, die wurden dann aber dafür in vollen Zügen genossen.

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Hier noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen (ja, auf denen sind wir tatsächlich gefahren:

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Im Dezember…

Die habe ich als Kind sehr geliebt und dieses Jahr Weihnachten zum ersten Mal seit bestimmt zwanzig Jahren wieder gehört.

Noch was aus der Kategorie „dafür ist man nie zu alt“.

Unser Wintergarten.

Heiße Gemüsesuppe. Bei dem Wetter gern mehrmals die Woche.

Was ich mir in diesem Monat erteilt habe: Ein sofortiges Süßigkeitenkaufverbot. Die hier sollten bis zum Frühjahr reichen…

Das hier und…

…das hier hat dieses Jahr für besonders schöne Weihnachtspäckchen gesorgt. Das Washitape habe ich mir lange verkniffen, da es für hübscheres Tesafilm mit rund drei Euro pro Rolle doch nicht ganz günstig ist. Für das Garn habe ich einen tollen Tipp von Frau Frische Brise bekommen: Statt dafür Unmengen auf Dawanda auszugeben, habe ich zwei riesige Rollen Wurstgarn (so heißt das chice Zeug nämlich) im Metzgereifachhandel gekauft. Für’n Appel und ’n Ei (4,20 Euro das Stück).

Willkommensgeschenke ausgesucht. Drei Wunschbücher und ein sehr toller Wandkalender für 5 Euro.

Außergewöhnlich schön gestaltete Bücher bewundert. Kindle, geh‘ kac….

Jede Menge Päckchen gepackt.

Weihnachten Riesenspiel bei Oma gespielt. Da wird sie zur Rampensau, die Oma, wenn wir „Mensch ärgere dich nicht“ spielen. Das solltet ihr mal sehen.

Ein Weihnachtsgeschenk, das innen sehr schön ist und außen eher – ähm – nicht so meinem Geschmack entsprach (Taschenkalender mit putzigem Babykatzenmotiv vorne drauf) so modifiziert, dass es jetzt rundherum gefällt.

Von meinem Weihnachtsgeld habe ich mir mal so richtig was gegönnt. Nämlich Balsamico für 70€/Liter. 13 Jahre im Eichenfass gereift. Ich liebe Balsamico, und dieser hier schmeckt wie nichts, was ich je zuvor gegessen habe. Dick wie Sirup, süß wie Honig. Ich bekam davon einst eine Flasche geschenkt und bin nun fortan süchtig. Einmal im Jahr werde ich mir den nun also leisten.

Silvester zum ersten Mal in meinem Leben zu zweit gefeiert. Und es war SO sehr schön. Wir haben uns nur füreinander fein angezogen, der Freund hat Seezunge mit Orangenmarinade, dazu Reis mit Zitronen-Orangen-Sauce und Rosinen gekocht, danach haben wir „Dinner for One“ und „Mister Bean“ geschaut, gespielt, leckere Sachen getrunken und um zwölf ein bombastisches Feuerwerk aus dem Dachfenster beobachtet, wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. Wir können von unserem Dachboden aus geschätzte 40 Kilometer weit schauen, da unser Haus genau am Rande einer Art Hang steht, und danach nur noch viel flaches Land mit vielen Großstädten wie z.B. Düsseldorf kommt. Trotzdem ich schon zehn Jahre hier wohne, habe ich mir das noch nie angeschaut. Entweder waren wir unterwegs, oder wir haben unten in der Wohnung große Silvester-WG-Parties gefeiert und sind um zwölf immer auf die Straße gegangen. Zu guter Letzt waren wir dann doch noch bis vier Uhr morgens wach und haben den 1. Januar, wie es sich gehört, gemütlich gammelnd zu Hause verbracht.

Der perfekte Wintersamstag.

Am Samstag schien strahlend die Sonne, nachdem es den ganzen vergangenen Freitag über kräftig geschneit hatte.
Das haben wir für einen ausgedehnten Winterwaldspaziergang inklusive Weihnachtsmarktbesuch und anschließendem Pizzaessen genutzt.

Als wir dann irgendwann, lange nach Einbruch der Dunkelheit, wieder zu Hause waren, gab’s dort zur Lieblingsnostalgieserie im kuschligwarmen Mansardenzimmer heißen Apfelsaft mit von der letzten Mitbewohnerin zurückgelassener Leckerei, während draußen wieder der Schnee rieselte.

So sah mein perfekter Samstag aus.
Und damit ihr auch was davon habt, hier ein paar visuelle Eindrücke.

1 2 3 4 5 6 Zuhause, idyllisch.
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Heißer Flammkuchen im Kalten.
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