Vom Leben gezeichnet (4)

[Heute haben wir uns dick eingemummelt, um einen ordentlichen Winterspaziergang zu machen und uns ein bisschen im Schnee zu räkeln.]

[Als wir eine Weile unterwegs waren, kamen wir zu einem See. Schnell die Schlittschuhe angeschnallt, und dann eine Runde über’s Eis gebraust!]

[J. wollte unbedingt noch mit dem Schlitten den Abhang runterpesen, bei den Zwergen vor uns sah das so leicht aus. Als er dann aber so richtig Fahrt aufnahm, bekam er doch einen Schreck, und betete, noch vor der großen Buche am Ende des Berges bremsen zu können.]

[Es wurde allmählich dunkel, und nachdem wir so richtig durchgefroren waren, machten wir uns auf Weg zurück nach Hause. Wie man sieht, waren wir nicht die einzigen, die sich noch im Wald rumtrieben.]

[Der Heimweg war dann allerdings noch richtig gruselig, da es mittlerweile zappenduster war.]

[Zu Hause angekommen, brauchten wir dann erst mal eine große Kanne heißen Kakao. Zum Aufwärmen.]

[Dann kuschelten wir uns in die Federn. Der Kater rollte sich schnurrend am Fußende zusammen,…]

[…und ich knipste das Licht aus.]

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Vom Leben gezeichnet (3)

[Heute habe ich erst mal schrecklich lange geschlafen.]
[So lange, bis die Sonne mich wachkitzelte.]
[Ich gähnte laut und herzhaft…]
[…und hüpfte unter die Dusche. Dort trällerte ich fröhlich zum neuen Whitest Boy Alive-Album.]
[Später kam J. nach Hause, und kurz darauf saßen wir auch schon im O-Bus Richtung Innenstadt.]
[Dort trafen wir uns mit meiner Frau Mama vorm Kino, um uns zusammen „Der Vorleser“ anzuschauen.]
[Erst ging’s dann aber noch schnurstracks zum Asia-Imbiss, wo wir riesige Portionen Nr. 1, 17 und 23 in uns hineinschaufelten.]
[Dann fing der Film an. Er war absolut großartig, und wir waren alle sehr beeindurckt.]
[Kaum zu Hause, fielen wir völlig übermüdet ins Bett.]

Vom Leben gezeichnet (2)

[Montagmorgen schrillte mein Wecker besonders laut. Das lag daran, dass er wütend war, denn er schrillte schon seit über einer Stunde, ohne dass ihm Gehör geschenkt wurde.]
[Ich war fix und fertig, und das sah man mir auch an. Ich hatte noch nicht mal zwei Stunden Schlaf hinter mir.]
[Rasend schnell machte ich mich fertig, schrubbte mir die Zähne…]
[… und saß auch schon im Zug, gen Arbeit.]
[Dort kochte ich mir erst mal eine RIESIGE Tasse Kaffee,]
[wonach es mir direkt schon viel besser ging.]
[Als ich irgendwann während der Arbeit aus dem Fenster sah, entdeckte ich etwas Merkwürdiges.]
[An unserem Büro ging ein älterer Herr vorbei, der etwas an einer Leine hinter sich herzog, das aussah wie eine blonde, fein frisierte Perücke.]
[Bei näherem Hinsehen sah man, dass es sich um einen Hund handeln musste.
Ich musste Tränen lachen, weil das arme Vieh so schrecklich dämlich aussah. So kam es,]
[dass wir kurz darauf zu dritt am Fenster standen und uns alle drei beinahe kaputt lachten.]
[Den Mann hat das wohl ziemlich verwirrt.]